Natürlich machen mich die zwei Tage in der Cinque Terre nicht zu einem Experten für das Gebiet. Nichts desto trotz möchte ich gerne meine persönlichen Erfahrungen und Tipps hier zusammenfassen.

Ich werde auf folgende Punkte genauer eingehen:

  1. persönliches Fazit
  2. Ausgangspunkt & Unterkunft
  3. Reiseroute & Highlights
  4. Was würden wir im Rückblick anders machen
  5. Gut zu wissen
  6. Empfehlungen

1. persönliches Fazit

Ich fand die Cinque Terre wundervoll und kann nur jedem empfehlen diesen Ort bei der nächsten Italienreise zu besuchen.

Im Vorfeld habe ich mir das Ganze als Sightseeingtour mit Unterbrechungen auf schönen Küstenwegen vorgestellt. In Realität ist das Ganze aber eher eine Wanderung mit tollen Rast und Einkehrmöglichkeiten in kleinen süßen Küstendörfern. Die Wanderung war anstrengend und wunderschön und macht für mich einen Großen Teil des Cinque Terre Erlebnisses aus, in den Beschreibungen wird das aber meines Erachtens oft etwas unterschlagen.

Ich habe gelesen, dass die Cinque Terre sehr überlaufen sein soll. Auf den schmalen Wanderwegen und in den engen Gassen, stelle ich mir das tatsächlich sehr unangenehm vor, Ende September war das aber kein Problem. Am besten packt man also etwas Wanderlust ein und kommt in der Nebensaison, der Besuch lohnt sich aber auf jeden Fall.


2. Ausgangspunkt und Unterkunft

unser Ausgangspunkt zur Erkundung der Cinque Terre war La Spezia, von dort aus ist man mit dem Zug in 10 Minuten vor Ort. Alle 20 min fährt ein Zug und das bis nach Mitternacht. Man kann also in einem schönen Dörfchen seiner Wahl ein ausgedehntes Abendessen und ein Fläschchen Wein genießen und kommt danach problemlos zur Unterkunft.

La Spezia selbst war meines Erachtens nicht sehenswert, aber als Ausgangspunkt für die Cinque Terre war es toll. Die Unterkunft Casa Dane, war zwar nichts besonderes, aber ganz hübsch, ruhig und sauber….und das beste, sie war direkt im Bahnhof. Das klingt erstmal furchtbar, aber vom Bahnhof war nichts zu hören und wenn man mit dem Zug zurückkommt kann man direkt ins Bett fallen und muss nicht mehr durch die halbe Stadt tingeln.

Die erwähnten Züge fahren immer zwischen Levanto und La Spezia hin und her, daher nehme ich an, dass sich auch Levanto ganz gut als Ausgangspunkt eignen würde.


3. Reiseroute und Highlights

Die ersten vier Dörfer haben wir uns erwandert, nur zwischen Manarola und Riomaggiore sind wir dann doch noch Zug gefahren. Da hatten wir einfach keine Lust mehr nach dem Weg zu suchen, denn der von uns eingeschlagene Küstenweg “via dell’amore” endete leider wieder mal an einfach mittendrin an einem Zaun. Die genaue Route habe ich hier verlinkt.

Die Wanderung zwischen den Dörfern ist zwar anstrengend aber überaus lohnenswert. Für etwas geübte Wanderer ist die komplette Strecke durch die Cinque Terre gut in einem Tag machbar. Wer jedoch die Zeit in den schöne Orten etwas in die Länge ziehen und wirklich in das verträumte Flair eintauchen möchte, der sollte zwei Tage einplanen. Nur so kann man sowohl die Wanderung als auch die Orte wirklich genießen.

Hat man nur einen Tag zur Verfügung so würde ich empfehlen den ersten Teil der Strecke auszulassen. Den Weg zwischen Monterosso und Vernazza empfand ich nicht nur am anstrengendsten, sondern auch am wenigstens sehenswert, da man die meiste Zeit im Wald läuft und es kaum Aussichtspunkte gibt.

Mein persönliches Highlight war der Wanderweg zwischen Corniglia und Manarola, sowie Manarola selbst…aber natürlich haben alle Dörfer ihren ganz besonderen Charme.


4. Was würden wir im Rückblick anders machen

Wandersachen anziehen….

wir hatten die Wanderung zwischen den Orten doch etwas unterschätzt. Es ist auf jeden Fall anstrengend, da es doch recht lange am Stück bergauf geht. T-Shirt und Jeans gehen natürlich… aber es gibt besseres 🙂


5. Gut zu wissen

einige Wanderwege waren gesperrt, aber leider war dies nicht am Beginn ausgeschildert, sondern erst an dem Bauzaun der irgendwann den Weg versperrt hat. Bei uns war dies an den Küstenwegen Corniglia-Manarola-Riomaggiore der Fall.

Von der anderen Seite aus sieht man dann auch warum, es gab einige Erdrutsche und ich gehe davon aus, dass zumindest der Weg zwischen Corniglia und Manarola in den nächsten Jahren nicht wieder geöffnet wird.

Die Wanderwege “durchs Hinterland” waren problemlos begehbar.

Grundsätzlich benötigt man für den Nationalpark Cinque Terre “Eintrittskarten” die an den Wanderwegen auch kontrolliert werden, beim Kauf einer Zugfahrkarte ist der Eintritt jedoch enthalten.


6. Empfehlungen

Pizzeria in La Spezia: Masaniello

Restaurant in Manarola: Trattoria da Billy

Und natürlich habe ich auch noch ein paar schöne Bilder für euch…

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.